„If ... the human race is addicted to moralizing (though not necessarily acting) in favour of the greater good, for evolutionarily good reason, then it is no surprise that we seize upon political issues to express this instinct whenever we can."
Den hehren moralischen Prinzipien sollten aber bitte zunächst einmal nur die anderen folgen:
„Just as we wish other people to turn the other cheek when hurt, but seek revenge on behalf on close relatives and friends, just as we urge morality far more than we act it, so environmentalism is something we prefer to preach than to practise. Everybody, it seems, wants a new road for themselves, but less road-building. Everybody wants another car, but wishes there were fewer on the road. Everybody wants two kids, but lower population growth.“
Das hochmoralisch Plapperhafte ohne praktische Konsequenzen für einen selbst, unter gleichzeitiger Inkaufnahme schlimmer Folgen für die Betroffenen, bestimmt genauso die Politik. Gut zu beobachten am Beispiel Ägypten in diesen Tagen. Demokratie für die Ägypter, aber dalli-dalli, und wer nicht zustimmt, katzbuckelt vor Despoten. Dass das persönliche Katzbuckeln in Form von Urlaubsreisen nach Scharm-El-Scheich nicht dazu gerechnet wird, versteht sich von selbst.
Es stört die Moralapostel nicht im geringsten, dass Demokratie nicht automatisch entsteht, sobald der Despot seinen Hut nimmt. Genauso wenig fällt die eigene Inkonsequenz auf. Denn als Bush seinerzeit für Demokratie eingetreten ist, klangen seine Worte für die meisten im besten Fall nach Einmischung in anderer Nationen innere Angelegenheiten. Richtig zuhören hat sich da erübrigt, erst recht das Nachdenken. Und so kann man seine eigene Moral wenn es sein muss täglich wechseln.
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