Das Detail: Er ortet „Missstände im Reich der Rhetorik“ bei all denen, die sich pro-Friedrich und contra-Bahners geäußert haben. Nun denn, lass uns sehen, wie er das macht? Am Ende muss ich feststellen: Er entfaltet überhaupt nichts anderes als rhetorische Künste überall dort, wo Argumente stehen sollten. Die folgenden negativen Etikettierungen und Attribute verteilte Trojanow großzügig an alle, die anders denken, anstelle von Argumenten:
Säbelrasseln * das Ressentiment * demagogischer Zirkus * hysterische Reaktionen * Sarrazin poltert * Missachtung der Tatsachen * die Beleidigte * geht hoch wie ein HB-Männchen * die Panikmacher * armselige Künstler * Pamphlete einer Necla Kelek * Die Islamophoben * Ikone der Islamophoben * das zelebrierte Schema * eher ungebildet * auf tönernem Wissensfuß * Grübeleien * Apparatschik wie Sarrazin * Kulturrelativismus * Engstirnigkeit * kolossale Lüge * mit Schaum vor dem Mund * das Grundrecht des Spießers * appelliert an niedere Instinkte * Hysterie * Apodiktik * Schwarzweißmalerei * Halbbildung * Pragmatismus, ...mit dem auch Dschingis Khan einverstanden gewesen wäre * Ein Mann mit ... grausigem Stil und kruden Thesen * Demagogie der Panikmacher * Einfalt
Nach grober Zählung der Wörter ergibt sich ein Verhältnis von etwa 10 Prozent Negativ-Rhetorik im gesamten Artikel. Wenn die übrigen 90 Prozent auch nur den Hauch einer Argumentation erkennen ließen, könnte man sich damit beinahe zufrieden geben. So bleibt nur der lustige Effekt, dass hier einer das Glashaus beworfen hat, in dem er sitzt.
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